28. Juli 2015

Die unterschiedlichen Enden von Büchern
Happy End bis Bad End

Hallöchen ihr Lieben,

ich habe es endlich geschafft, diesen Post zu schreiben. Lang, lang hatte ich es vor, aber nun ist es endlich so weit. Und bitte verurteilt mich nicht, wenn die Begriffe nicht politisch korrekt sind. Ich wollte den unterschiedlichen Enden einfach für mich passende Betitelungen geben. Ihr könnt mich aber gerne belehren, wenn ihr die korrekten Begriffe kennt 🙂

Vielen Dank an pixabay für die Nutzung des Bildes!

 

Jedes Mal, wenn man ein Buch beendet, wird man damit konfrontiert: Mit dem Ende. Und das kann einen glücklich machen, aber auch zerstören. Was es mit einem anrichtet, kommt natürlich ganz auf den Geschmack an, aber es gibt so viele unterschiedliche Arten ein Buch enden zu lassen, dass für jeden etwas dabei sein müsste.

Deshalb möchte ich mich heute mal mit diesen Arten von Enden beschäftigen und anfangen möchte ich mit dem einfachsten:

 

Vermutlich ist das Happy End das Ende, das den meisten Lesern gefällt und das am wenigsten Probleme bereitet. Das Happy End zeichnet sich dadurch aus, dass es vollkommen gut endet.

 

Die beiden Protagonisten kommen endlich zusammen.

Das Böse ist besiegt. | Die Menschheit befreit.

Die Zukunft ineinem (kitschigen) Epilog gezeigt.

Idealerweise bleiben dabei keinerlei Fragen offen und der Leser ist vollkommen mit dem Ende befriedigt, kann guten Gewissens mit dem Buch abschließen und sich beruhigt von den Protagonisten verabschieden, denn ihnen wird nie wieder irgendetwas Schlechtes widerfahren.

 

Beispiele für ein Happy End (zum Lesen markieren): Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte – Jessica Park; Cottage gesucht, Held gefunden – Susan Elizabeth Phillips (mit „kitschigem“ Zukunftsepilog)

 

 

 

Das unbefriedigende Ende ist nicht unbedingt schlecht, stellt den Leser aber trotzdem nicht zufrieden. Es zeigt sich zum Beispiel dadurch, dass es zu offen ist oder das Ende einfach kam und keiner weiß wie.

 

Die Protagonisten kommen erst auf der allerletzten Seite zusammen und der Leser weiß nicht, was mit ihnen weiterhin passiert.

Das Abenteuer ist abgeschlossen, doch vieles bleibt unklar.

 

Häufig bleiben dabei einige Fragen offen, die man als Leser gerne geklärt hätte. Oder man fühlt sich von dem Ende überrumpelt, weil man selbst mit der Geschichte noch gar nicht abgeschlossen hat. Man wird sozusagen im Regen stehen gelassen.

 

Beispiele für ein unbefriedigendes Ende: Kirschroter Sommer – Carina Bartsch (ein sehr überstürztes Ende); Salzige Küsse – Tine Bergen; Von den Sternen geküsst – Amy Plum (einige ungeklärte Fragen)

 

 

 

Das verstörende Ende muss auch nicht schlecht enden, lässt einen aber dennoch in einem völligen Gefühlschaos zurück. Es ist ein Ende, das nicht 100% gut ist.

 

Das Böse ist besiegt, doch der Held geht nicht wirklich als Sieger hervor.

Die Menschheit ist befreit, aber die Welt vollkommen zerstört.

 

Meist lässt es einen mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück, weil es gut, aber mit einem bitteren Beigeschmack, enden kann.

 

Beispiele für ein verstörendes Ende: Hunger Games-Trilogie – Suzanne Collins

 

 

 

Das Bad End ist wohl so ziemlich das schlimmste, das es für einen Leser gibt. Es endet so schlecht, dass es einen nicht mehr nur verstört zurücklässt, sondern einen vollkommen zerstört.

 

Die Protagonisten kommen nicht zusammen.

Das Böse siegt über das Gute. | Der Protagonist stirbt.

 

Meist ist auch das Bad End nicht durchweg schlecht, doch dieser schlimme, zerstörerische Teil übersteigt das gute des Endes. Sentimentalen Lesern hängt dieses Ende noch tagelang nach.

 

Beispiele für ein Bad End: Rabenmond – Jenny-Mai Nuyen

 

 

Ich persönlich bin ja ganz klar für das Happy End. Und zwar das durchweg gute, von mir aus auch kitschige Ende, bei dem alles klar ist und kein Charakter mehr leiden muss.

Wie ist das bei euch? Welches Ende bevorzugt ihr?



Wie ihr seht, hatte ich für die letzten Arten immer weniger Beispiele (zum Glück für mich :D), falls ihr also noch welche wisst oder vielleicht sogar noch eine weitere Art, wie ein Buch enden kann, dann lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen 🙂

Ich bin sehr interessiert an eurer Meinung!

 

16 Comments

  • Hey Kate, ein toller Beitrag.
    Ich mag das Bad und verstörende Ende, weil es mal was anderes ist und mich meistens auch noch lange beschäftigt. Ein Happy End lese ich oft und gut ist. Aber Bücher mit den anderen Arten von Ende, bleiben oft bei mir länger hängen….Und außerdem ist es oft eine Überraschung, man rechnet ja immer mit einem Happy End und ich mag es, wenn Bücher mich überraschen und wenn ich oft dann über das Ende traurig bin oder es nicht mag, so ist es doch vom Leseerlebnis für mich positiver^^
    Liebe Grüße
    Tanja

    • Kate sagt:

      Hallöchen,

      vielen Dank! 🙂 Eine interessante Sichtweise hast du da….so hab ich das selbst noch gar nicht gesehen. Und eigentlich hast du tatsächlich Recht. Ein nicht ganz so gutes Ende bleibt länger im Gedächtnis. Aber wie schon geschrieben brauche ich das gute Ende einfach. Gerade nach dem Beispiel von "Bad End" ging es mir noch Tage danach richtig schlecht, weil ich es einfach so schlimm fand 😀

      Liebe Grüße
      Kate

  • Hallöchen Kate 😀
    Haha echt? 😀 genau so einen Beitrag wollte ich auch schreiben xD Also wegen dem Marathon xD
    Allerdings wollte ich speziell auf mich eingehen, was ich für Enden mag und welche nicht xD Aber das ist toll 🙂

    ich bin definitiv auch der Happy Ende Möger xD Manchmal ist es auch cool wenn es anders ist, aber das muss nicht allzu oft sein 😀
    Und sorry das ich gestern nicht zu meiner Aufgabe kam und hach herrje, ich war gestern das erste mal arbeiten und so aufgeregt xD

    • Kate sagt:

      Hallöchen,

      wirklich? Was für ein Zufall! 😀
      Ja, ein überraschendes Ende hat schon was, aber für mich muss es einfach gut sein. Nicht unbedingt kitschig, aber gut 😀
      Du, kein Stress, ein paar andere hängen/hingen auch mal hinterher. Bei 2 Wochen ist das ja verständlich 🙂
      Und wie war's?

      Liebste Grüße
      Kate

    • Haha ja xD Oh mann das hört sich jetzt voll nach nachmache an xD
      Ja genau nicht unbedingt kitschig, aber ich merke selbst immer wenn das kein Happy End ist, dann bin ich irgendwie enttäuscht 😀
      Haha jaa ;D
      Es war super 😉 Morgen muss ich wieder, ich versuche dann das morgen früh noch zu machen, muss ja erst um 15 Uhr 😀 Sonst hinke ich ja vollkommen hinter xD

      Liebste Grüße
      Maddy ♥

    • Kate sagt:

      Ach Quatsch! Zu dem Thema gibt's bestimmt schon viele Beiträge. Bei so vielen Blogs ist das ja eigentlich logisch 🙂
      Ja, mir hängt das dann auch echt tagelang hinterher… :/
      Ach, ich kenn das! Ich hasse es ja, um diese Uhrzeit anzufangen, weil man von dem Tag dann nicht so viel hat, aber naja…so ist das halt 😀 Aber freut mich, dass es dir gefallen hat 🙂

      Liebste Grüße
      Kate

    • Haha okay xD Aber echt Zufall das wir da dieselbe Idee hatten xD
      Ja ich mag die Uhrzeit auch gar nicht weil ich dann meistens so gegen 22 Uhr zuhause bin und dann naja wirklich was machen kann man dann auch nicht mehr und wir gehen da schon fast ins Bett xD Naja und morgens schlafen wir dann bis 9 Uhr dann muss man sich fertig machen xD Naja du kennst das ja, aber jaa ich mochte es echt 😀
      Und Samstag kann ich dann um 9 Uhr anfangen, wenigstens auch mal früher xD

    • Kate sagt:

      Ja, schon…wieder mal eine Gemeinsamkeit 😀 Ich hatte ja noch andere Ideen, aber die sind noch so unausgereift 😀
      Also ich durfte in letzter Zeit oft um 9 Uhr gehen, was ich noch okay finde, weil ich dann halt noch ein bisschen Blogarbeit mache oder weiter überarbeite. Aber eigentlich ist meine Schicht ja bis 0 oder 1 Uhr gedacht und danach kann man halt wirklich nichts mehr machen :/
      Bis wann musst du Samstag dann arbeiten?

  • Mikki sagt:

    Hey =)

    Wow, da hast du dir aber wirklich Mühe mit dem Post gegeben! Gefällt mir wirklich sehr gut!

    Also generell bin ich ja auch eher für das Happy End, aber manchmal, da ist einfach ein ein Bad End passend für ein Buch, denn es kann ja eben nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen sein finde ich, wenn ein Buch sich die ganze Zeit auf eine Katastrophe zuspitzt die definitiv nicht mehr oder nur in Teilen abgewendet werden kann, da kann ich es gar nicht ab, wenn mich dann so ein völlig konstruiertes Happy End erwartet 😉

    Das "unbefriedigende Ende" ist auf jeden Fall immer der worst case finde ich. Verstörende Enden finde ich manchmal auch ganz gut, auch hier gilt, wenn es zur Geschichte passt, ist es manchmal auch ganz toll noch eine Weile über die Bedeutung des Endes nachsinnieren zu können =)

    liebe Grüße, Mikki

    • Kate sagt:

      Hallöchen 🙂

      Oh, danke! Freut mich, dass er dir gefällt!

      Da hast du natürlich völlig Recht. Das Happy End passt nicht zu jedem Buch, aber trotzdem finde ich es ganz, ganz schlimm, wenn ein Buch nicht gut ausgeht 😀

      Ja, das "unbefriedigende" Ende ist wirklich das schlimmste, das es gibt! Aber leider, leider kommt es auch immer mal wieder vor 🙁

      Liebste Grüße
      Kate

  • j125 sagt:

    Liebe Kate,

    bei mir gibt es heute keinen extra Post, weil ich das zeitlich nicht schaffe. Ein oder zwei Ideen habe ich aber, weshalb ich vielleicht noch einen Post nachreichen werde 😉

    Die Idee mit den Spoilern finde ich übrigens sehr gut, allerdings wäre das vielleicht sinnvoller die Buchtitel offen zu lassen. Sonst weiß ich ja gar nicht ob ich gespoilert werden könnte oder nicht 😉

    Happy Ends sind mir in der Regel auch am liebsten, wobei ich auch nichts gegen gutgemachte Bad Ends hab.

    Das verstörende Ende finde ich eine interessante Bezeichnung. Ich kann mich gar nicht mehr an das Ende von den Hunger Games erinnern, deshalb weiß ich gar nicht, wie ich das bezeichnen würde. Ich glaube, ich würde Enden nur nach Happy End, Sad End, Open End und Schlecht gemacht einteilen. 😀
    Denn schlecht können alle drei Sorten ein.

    Mh, ich hab jetzt wieder und wieder die Beschreibung von dem "verstörenden Ende" gelesen und ich glaube, mich verstört da tatsächlich nur die Bezeichnung. Es ist ja im Grunde ein Zwischending zwischen Happy und Sad. Für mich ist das nicht automatisch verstörend, aber das ist ja immer subjektiv.

    • Kate sagt:

      Hallöchen,

      ich würde mich sehr freuen, wenn du einen Post nachreichst. Der wird dann natürlich auch verlinkt 🙂

      Ja, da hast du Recht, aber der Buchtitel allein wäre ja schon ein kleines Spoiler und deshalb wollte ich auf Nummer sicher gehen. Mir persönlich macht es ja überhaupt nichts aus gespoilert zu werden, aber manche sind da ja richtig empfindlich und denen wollte ich dann nichts verderben 🙂

      Stimmt, schlecht können alle sein 😀 Es gibt auch Happy Ends, die richtig schlecht sind. Also Hunger Games war für mich ein "verstörendes" Ende, weil das Regime zwar besiegt war, aber Katniss ja quasi als "Verrückte" abgestempelt wurde…Ich weiß nicht, es hat mich irgendwie verstört, dass die Heldin des Buches am Ende überhaupt nicht mehr als Heldin angesehen wurde 🙁
      Vielleicht ist verstörend wirklich nicht der richtige Begriff. Ich habe das so ein bisschen aus meiner Sicht geschrieben und ich finde es, wie grade schon geschrieben, schon etwas verstörend. Aber falls dir ein besserer Begriff einfällt, ließe sich das ja ändern 😀

      Liebste Grüße
      Kate

    • j125 sagt:

      Ja, stimmt. An die Art Spoiler hab ich nicht gedacht 😉

      Es ist ja auch vollkommen in Ordnung, wenn es für dich verstörend war und du da Bücher findest die in die Kategorie passen. Für mich verstörrend irgendwie was anderes 😉

    • Kate sagt:

      Das ist natürlich auch immer Ansichtssache, das stimmt schon. Aber ja "verstörend" ist schon ein hartes Wort dafür… 😀

  • Was für ein cooler "End"-Beitrag!^^ Aber ich kann dir sagen, ich bin definitiv auch der Happy End-Fan. Wobei ich sagen muss, dass ein durchwegs schönes Ende gar nicht immer zur Geschichte passt und ich deswegen auch nicht immer eines erwarten würde. Beispielsweise bei "Was fehlt, wenn ich verschwunden bin" (ich weiß nicht, ob du das schon gelesen hast?), das ist teilweise megatraurig und so ein richtiges Happy End hätte deswegen nicht wirklich gepasst.
    Mit einem verstörenden Ende würde ich wahrscheinlich gar nicht klarkommen, und mir fällt gerade auch kein Buch ein, das ich gelesen habe, bei dem das so gewesen ist. Aber dass "Panem" sehr … hart sein soll, habe ich schon mitbekommen. 😉 Ich würde die Trilogie wahrscheinlich auch eher nicht lesen.

    Die Spoiler blau zu markieren finde ich ja genial!!^^ Das muss ich mir unbedingt von dir abgucken… 😀

    Weißt du, was mir gerade zum unbefriedigenden Ende eingefallen ist. Dieses Szenario …^^

    https://lh4.googleusercontent.com/-iPXHjX5uEng/VbkVhcl6WUI/AAAAAAAAJ_A/RZkwZARKjjE/w523-h215-no/When-ending-book-bad-you-take-really-personally.gif

    Alles Liebe! ♥

    • Kate sagt:

      Nein, das Buch habe ich noch nicht gelesen, aber du hast natürlich Recht. Es passt nicht immer und würde bei einigen Büchern unreal und kitschig rüberkommen. Aber es ist mir trotzdem noch das liebste Ende 😀
      Ja, "Panem" ist eine Trilogie, die nicht wirklich schlecht endet, aber für Katniss, DIE Heldin, halt auch nicht unbedingt gut 🙁

      Hahahaha das passt so perfekt! 😀 So geht's mir dann auch immer 😀

      Liebste Grüße 🙂

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