9. Januar 2017

»Mondprinzessin« von Ava Reed

Lynn bemerkt an ihrem Geburtstag, wie sich auf der Haut ihres Unterarms ein Sternenbild abzeichnet. Die einzelnen Punkte leuchten und Lynn versucht verzweifelt, sie zu verstecken. Als nicht nur die Sterne auf ihrem Arm, sondern auch sie selbst zu leuchten beginnt, ist nichts mehr, wie es war. Dunkle Schatten jagen sie – die Wächter des Mondes. Und sie begegnet Juri, der ihr erzählt, sie sei eine Prinzessin – kein Waisenkind. Trotz Lynns Unglauben folgt sie dem Mondkrieger und stellt sich ihren Verfolgern. Juri verliebt sich in Lynn, doch sie ist einem Prinzen bestimmt und nicht ihm…

 

Handlung & Umsetzung

Die Bücher des Drachenmond Verlags sind äußerlich ja wirklich immer etwas besonderes. Auf »Mondprinzessin« trifft das auch inhaltlich zu. Es geht um Lynn, die sich für ein gewöhnliches Waisenkind hält, dass von den Eltern ausgesetzt wurde. Bis an ihrem siebzehnten Geburtstag plötzlich ihr Unterarm zu leuchten und zu brennen beginnt. Kurz darauf wird sie angegriffen, was einen direkt in die Handlung wirft. Es beginnt von Anfang an sehr spannend.

Ein klares Highlight sind die Schutztiere, die jeder Mondbewohner an seinem siebzehnten Lebensjahr bekommt. Bei Lynn ist es ein Waschbär, der unglaublich süß beschrieben wird – manchmal vielleicht ein wenig übertrieben kitschig. Was würde ich dafür geben, diese magischen Wesen einmal sehen zu können. Sie werden strahlend schön beschrieben, als würden sie nur aus Sternstaub bestehen.

Die Spannung nimmt weiter Fahrt auf, als offenbart wird, dass Lynn, die längst tot geglaubte Mondprinzessin ist. All das wirft natürlich Fragen auf, die doppelt und dreifach erklärt wird, was ein klein wenig ermüdend ist.

Während weiterhin nach demjenigen gesucht wird, der die Prinzessin damals entführt hat, steht ihre bevorstehende Hochzeit im Mittelpunkt, was im ersten Moment etwas befremdlich ist. Das Königspaar konzentriert sich nicht darauf, ihre Tochter besser kennen zu lernen, sondern darauf, sie gleich zu vermählen.

 

Charaktere

Lynn kam mir zu Beginn sehr sympathisch vor, obwohl sie sich vielen Standardklischees entspricht. Diese gehen sogar so weit, dass mir diese möchtegern-toughe Art etwas auf die Nerven geht. Sie hasst Kleider, kann kämpfen und soll wohl mit allen Mitteln nicht wie ein typisches Mädchen wirken.

Auch die Schutzgeister wirken sehr typisch und bekannt. Einmal der süße kleine Waschbär, der mädchenhaft wirkt und bei allem unterstützt. Ebenso Kira, der coole Luchs des männlichen Protagonisten, wirkt mit der direkten Art sehr vorhersehbar.

 

Schreibstil & Gestaltung

Der Schreibstil ist jugendlich gehalten, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Man hat das Buch schneller gelesen, als man schauen kann. Das empfand ich als sehr angenehm. Jedoch gab es auch einige Eigenarten des Stils, die mir nicht sonderlich gut gefallen haben. So richten sich viele Gedanken der Protagonistin direkt an den Leser, was mich persönlich häufig aus dem Lesefluss reißt.

 

Fazit

»Mondprinzessin« wirkt wie eine Mischung aus Lügen und Intrigen, romantischen Kitsch und Märchenadaption. Hier und da ist es ein bisschen zu viel, aber alles in allem eine schöne Geschichte. Mit einem Ende, das einen ewig nicht loslässt, ist dies auf jeden Fall ein Buch, das einem lange im Gedächtnis bleiben wird.

 

tolles Leseerlebnis

 

Infos

»Mondprinzessin« von Ava Reed

Drachenmond | 2016 | 256 Seiten | Einzelband

erhältlich als Paperback | eBook

 

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