23. Januar 2017

»frigid« von Jennifer L. Armentrout

 

Sydney und Kyler sind so unterschiedlich wie Feuer und Eis. Während Kyler eine Frau nach der anderen abschleppt, geht Sydney lieber mit einem guten Buch ins Bett. Trotzdem sind sie seit Kindertagen beste Freunde. Doch als sie bei einem Skiurlaub von einem Schneesturm überrascht werden und in einer abgelegenen Skihütte übernachten müssen, werden alte, stets verdrängte Gefühle neu entfacht. Kann ihre Freundschaft diese Nacht überstehen? Und viel wichtiger: Werden sie die Nacht überstehen? Denn während sich die beiden einander vorsichtig nähern, hat es jemand auf ihr Leben abgesehen …

Erwartungen an Armentrout sind nach Reihen wie Obsidian oder Dark Elements hoch. So hoch, dass es vielleicht gar nicht möglich ist, es einem mit einer Winterromanze recht zu machen.

»frigid« hatte bei mir von Beginn an einen schwierigen Start. Dies hat sich nach den ersten Seiten nicht gebessert. Denn schon da wird man mit gängigen Klischees des Genres New Adult bedient. Da hätten wir den heißen Protagonisten Kyler, der nicht bemerkt, wie sehr er seine beste Freundin Sydney wirklich mag, und so gut wie jedes Mädchen mit nachhause nimmt, und die unscheinbare Leseratte Sydney, die schon seit Jahren unglücklich in Kyler verliebt ist. Die Konstellation ist nichts neues, bietet aber viel Spannungspotenzial.

Genauso wie der Inhalt des Klappentextes, der ein spannungsgeladenes, romantisches Setting in einer Hütte mitten in einem Schneesturm verspricht, aufgeregte Vorfreude bereitet. Ich habe eine romantische Geschichte erwartet mit ein wenig prickelnder Erotik und etwas Kitsch. Bekommen habe ich Kitsch, Romantik, aber vor allem ein kleines Sexabenteuer, das meiner Meinung nach so gar nicht zur Protagonistin gepasst hat. Eigentlich hätte mir die Entwicklung der Geschichte in diese Richtung klar sein müssen.

Für Spannung – weniger erotische, mehr krimimäßige – sorgt dann auch der Unbekannte, der offensichtlich danach trachtet, Sydney und Kyler das Leben schwer zu machen. Schon als ich im Klappentext davon gelesen habe, war mir klar, dass ich diesen Aspekt des Romans eher kritisch sehen würde. Ein hinzugefügter „Antagonist“ kann in Büchern wie »frigid« schnell gekünstelt wirken. Das war hier nicht der Fall, weil die Beweggründe des Unbekannten durchaus schlüssig waren – wenn auch unnötig. So wie auch das daraus entstehende Drama zwischen den Protagonisten etwas unnötig ist.

 

Fazit

Armentrout kann toll schreiben, was sie mit »frigid« mal wieder beweist. Die Seiten blättern nur so dahin und man kann voll und ganz in die Geschichte eintauchen. Dennoch blieb der Zauber, den sie bei mir für gewöhnlich mit ihren Charakteren – vor allem den männlichen Protagonisten – auslöst, diesmal aus. Ein paar zu viele Klischees und ein bisschen zu viel unnötiges Drama haben mir gezeigt, dass ich bei Armentrouts Fantasy-Romanen bleiben und ihre New Adult-Werke lieber meiden sollte.

Für Fans des Genres bietet »frigid« aber eine tolle winterliche Liebesgeschichte mit ein wenig Action. Die Charaktere sind sympathisch und sorgen dafür, dass man mit ihnen mitfiebert. Und das Happy End lässt auch nicht allzu lange auf sich warten.

 

 

lesenswert

 

 

Rezensionen anderer Blogger

Denises Welt

 

Weitere rezensierte Bücher der Autorin

 

 


 

»frigid« von Jennifer L. Armentrout

Piper | 2016 | 336 Seiten

Reihe: frigid (Band 1) | Originaltitel: frigid

erhältlich als Taschenbuch | eBook

 


2 Comments

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen