10. April 2017

»Die Krone der Sterne« von Kai Meyer

»Die Krone der Sterne« ist mein erstes Buch von Kai Meyer. Weil seine Bücher so hochgelobt werden, waren meine Erwartungen dementsprechend groß. Auf meiner Kai Meyer-Kennenlernreise mit diesem Buch anzufangen war vielleicht nicht die beste Idee.

Das galaktische Reich von Tiamande wird von der allmächtigen Gottkaiserin und ihrem Hexenorden beherrscht. Regelmäßig werden ihr Mädchen von fernen Planeten als Bräute zugeführt. Niemand weiß, was mit ihnen geschieht.

Als die Wahl auf die junge Adelige Iniza fällt, soll sie an Bord einer Weltraumkathedrale auf die Thronwelt gebracht werden. Ihr heimlicher Geliebter Glanis, der desillusionierte Kopfgeldjäger Kranit und die Alleshändlerin Shara Bitterstern tun alles, um den Plan der Hexen zu vereiteln. Im Laserfeuer gewaltiger Raumschiffe kämpfen sie um ihre Zukunft – und gegen eine kosmische Bedrohung, die selbst die Sternenmagie der Gottkaiserin in den Schatten stellt.

Die Geschichte ist sehr schnelllebig. Iniza wird von der Ordensmutter als Braut auserwählt und um dem zu entgehen, setzt sie alles daran, vor ihrer Ankunft in der Kathedrale fliehen zu können. Dabei erscheinen die unterschiedlichsten Verbündeten. Und während der ganzen Geschichte werden ihnen Hindernisse in den Weg gelegt.

 

Etwas ganz Neues

Das Science Fiction-Genre ist etwas ganz neues für mich. Deshalb war ich zu Beginn etwas verwirrt von den ganzen technischen Begrifflichkeiten und denen, die eine Reise durchs All eben so mit sich bringt. Die Verwirrung über diesen Bestandteil der Geschichte blieb auch, und es wurde noch ein bisschen schlimmer durch die unterschiedlichen Fraktionen. Die Hexen, der Orden, die Piraten, und ihre Heimatorte Tiamande, die Marken, das Reich, Noa.

Irgendwann habe ich da leider vollkommen den Überblick verloren.

 

Charaktere, die einen mitreißen

Die Charaktere waren mir dafür sehr nah. Beim Lesen hatte ich immer das Gefühl, mittendrin zu sein und die Reise mit den Protagonisten zu erleben. Sie haben sehr real gewirkt und waren so unterschiedlich und vielfältig.

Nur Shara, die Alleshändlerin, und Kranit, der letzte Waffenmeister von Arun, waren sich ähnlich. Doch diese Ähnlichkeit hat gepasst und die beiden in gewisser Weise zueinander geführt. Sie alle, auch Glanis, Iniza, die Ordensmutter Setembra und alle anderen Charaktere, sind einmalig und faszinierend.

 

Actionreich, ohne Ziel im Blick

An Action mangelt es diesem Buch nicht. Man kann beim Lesen kaum durchatmen, so wird man von den Ereignis überrumpelt und mitgerissen. Dadurch ist eine gewisse Spannung aufgekommen.

Dennoch habe ich während dem Lesen das große Ziel nicht gefunden. Es ging um die Flucht vor Setembra und neuen Gegnern, aber das große Finale blieb aus. Womöglich, weil noch kein wirkliches allgegenwärtiges Ziel gezeigt wurde und das erst in den Fortsetzungen genannt werden soll.

 

Fazit

Kai Meyer hat mir das Genre Science Fiction etwas näher gebracht. Und obwohl es nichts für mich ist, ist »Die Krone der Sterne« bis zu einem gewissen Grad spannend. Der Schreibstil und die Charaktere reißen einen mit auf die Reise durchs All. Doch leider war der rote Faden der Geschichte für mich nicht zu finden. Das Ende kann mich nicht zu den Fortsetzungen locken.

 

 

Fehlgriff

 

 

 

Rezensionen anderer Blogger

Valaraucos-Buchstabenmeer (4/5) | Tintenmeer (4/5)

 

 


 

»Die Krone der Sterne« von Kai Meyer

penhaligon | 2017 | 464 Seiten

Auftakt einer Reihe

erhältlich als Paperback | eBook

 


6 Comments

  • Hey du,
    hmmm Kai Meyer und ich werden einfach keine Freunde mehr. So nett er auch ist, aber nein danke. Hab letztes Jahr den ersten Band "Seiten der Welt" gekauft und auch signieren lassen. Das war auch das einzig tolle daran :-/ denn mir hat das Buch überhaupt nicht gefallen, weswegen ich keine weiteren Bücher von ihm lesen werde, leider.

    Liebe Grüße
    ♥ Katha von Buecher_Bewertungen1 ♥

    • Kate sagt:

      Hallöchen,
      leider hat mir "Die Krone der Sterne" ja auch nicht zugesagt. Weil ich bisher noch nichts anderes von Kai Meyer gelesen habe, kann ich gar nicht sagen, ob es an ihm liegt oder an dem Genre Science Fiction.

      Liebste Grüße ♥

  • Sophia sagt:

    Hey Kate 🙂
    "Die Krone der Sterne" habe ich zwar noch nicht gelesen, kann mir aber sehr gut vorstellen, dass es dir nicht gefallen hat. Wenn du noch nicht wirklich SciFi gelesen hast, würde ich zuerst mit etwas anderem anfangen, vielleicht auch mit etwas älteren Büchern (kennst du Isaac Asimov oder Stanislaw Lem? Die schreiben gutes SciFi z. B. Solaris. Oder "Der Marsianer", 1984 ist eigentlich ja auch SciFi. Metro 2033 steht auch auf meiner Leseliste – habe ich nur Gutes darüber gehört 🙂

    Kai Meyer ist so eine Sache – ich vergöttere ihn zwar, finde aber, dass seine neuen Bücher nachgelassen haben. Wenn du ihm eine zweite Chance geben willst, empfehle ich Phantasmen (großartiges Buch!) oder die Arkadien-Trilogie. Die Seiten der Welt hat mir auch gar nicht gefallen :/

    Wer weiß, vielleicht findest du irgendwann mal ein SciFi Buch, das dir mehr zusagt 🙂

    Viele Grüße
    Sophia

    • Kate sagt:

      Hallöchen,
      ich glaube tatsächlich, dass das Genre einfach nichts für mich ist. Schade, weil es schon ganz cool ist. Aber ich hab während dem Lesen gemerkt, dass ich mit Science Fiction einfach nicht klarkomme. 1984 möchte ich aber unbedingt noch lesen.

      Das hab ich jetzt tatsächlich schon öfter gehört. Also dass Kai Meyer etwas nachlässt. Arkadien hab ich tatsächlich mal angefangen, aber dann kamen irgendwie ständig andere Bücher dazwischen. Phantasmen merke ich mir aber mal 🙂

      Liebste Grüße ♥

  • tintenmeer sagt:

    Hallo,

    Kai Meyer ist für mich immer eine 50/50-Chance. Entweder finde ich sein Buch furchtbar oder toll. Dieses hier war toll, weil es ganz mein Thema was. Ich habe mich schon im ersten Absatz so sehr wiedererkannt, dass ich es kaufen musste. Ich bin kein Technik-Nerd, aber mit einem Teil des Herzens im Weltraum. Gestört haben mich bei dem Buch eher die viel zu blassen Figuren.

    Liebe Grüße,
    Sandy

    • Kate sagt:

      Hallöchen,
      jetzt hab ich tatsächlich schon öfter gehört, dass Kai Meyers Bücher mal gut, mal schlecht sind. Naja, man kann ja nicht immer nur gute Bücher schreiben 😀
      Es freut mich, dass dir das Buch gefallen hat und du dich in dieser Welt wiedergefunden hast. War bei mir ja leider nicht so, aber ich hab mir vorher schon fast gedacht, dass ich mich mit SciFi schwer zu werde.
      Die Figuren fandest du blass? Hm … wenn ich jetzt so darüber nachdenke, fand ich sie sehr … nicht unbedingt klischeehaft, aber ich finde, man hat diese Art Charaktere schon in vielen anderen Büchern gehabt. Sie waren nichts neues.

      Liebste Grüße ♥

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