12. April 2017

»Ragdoll« von Daniel Cole

Ich bin momentan wirklich auf einem Thriller-Trip. »Saving Grace« hat es mir irgendwie angetan, und jetzt kann ich nicht mehr aufhören. Deshalb bin ich bei Lottas Instagram-Beitrag hellhörig geworden und habe mir »Ragdoll« direkt vorgenommen.

Der umstrittene Detective William Oliver Layton-Fawkes, genannt Wolf, ist nach seiner Suspendierung wieder in den Dienst bei der Londoner Polizei zurückgekehrt. Wolf ist einer der besten Mordermittler weit und breit. Er dachte eigentlich, er hätte schon alles gesehen. Bis er zu einem grausigen Fund gerufen wird. Sechs Körperteile von sechs Opfern sind zusammengenäht zu einer Art Lumpenpuppe, einer »Ragdoll«. Gleichzeitig erhält Wolfs Exfrau eine Liste, auf der sechs weitere Morde mit genauem Todeszeitpunkt angekündigt werden. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, doch der Ragdoll-Mörder ist der Polizei immer einen Schritt voraus. Und der letzte Name auf der Liste lautet: Detective William Oliver Layton-Fawkes …

 

Öde Polizeiermittlung?

Zu Beginn war ich gleich ein bisschen enttäuscht. Nicht, weil es nicht spannend beginnt, denn das hat es definitiv, sondern weil ein Detective im Mittelpunkt steht. Und ich finde es meist nicht wirklich interessant, die Ermittlungen eines Polizisten mitzuverfolgen.

Auch hier hat sich schnell gezeigt, dass mich diese Aspekte des Thrillers nicht ganz packen konnten. Der Ermittlungsteil war zwar durchaus interessant, hat sich aber auch sehr gezogen.

 

Ein kleiner Stern am Polizeihimmel

Die restlichen Passagen hatten aber definitiv ihren Reiz. Spannung kommt schon von Anfang an auf und man fiebert mit den nächsten Opfern mit, weil der Killer nicht nur gerissen ist, sondern auch genial. Seine Mordmethoden überbieten alles, womit man rechnen könnte, und erschüttern einen immer wieder. Was die Charaktere angeht, muss man sagen, dass der Detective Fawkes, um den sich alles dreht, dem typischen Muster Hauptkommissaren folgt. So ist er in gewisser Weise vorhersehbar, kann einen aber dennoch überraschen.

Neben Wolf stehen auch seine Ex-Frau Andrea, die als Reporterin immer wieder die Ermittlungen behindert, seine Kollegin Baxter, deren Beziehung zu Wolf immer wieder Fragen aufwirft, und Edmunds, der neu im Team ist und mit seiner Intelligenz dem Killer immer näher kommt. Ich hoffe, dass man in den nächsten Bänden mehr von Edmunds lesen wird.

 

Ein ausgeprägtes Namensgedächtnis ist ratsam

Es ist grandios, wie sich die ganzen Zusammenhänge nach und nach bilden, jedes Opfer einzeln aufgedeckt und die Verbindung zu den anderen gesucht wird. Dabei wird man als Leser immer wieder auf unterschiedliche Fährten geführt.

Doch die vielen Opfer machen es einem auch schwer, den Überblick zu behalten. Es fallen extrem viele Namen, und ich war mehr als einmal beim Lesen verwirrt und habe mich gefragt: Wer ist das?

 

Fazit

»Ragdoll« bietet einen intelligenten Kriller, wie man ihn selten sieht, lässt einen mitfiebern und treibt einen in spannende Höhen. Aber der Thriller zieht sich an einigen Stellen auch und beinhaltet typische Charaktere, die einen doch überraschen können.

Alles in allem ist »Ragdoll« ein spannender Thriller, der Gelegenheit zum Mitfiebern bietet und einen nicht mehr loslässt.

 

 

tolles Lesserlebnis

 

 

 

Rezensionen anderer Blogger

Brösels Bücherregal (4/5) | Weltenwanderer (4/5)

 

 


 

»Ragdoll« von Daniel Cole

ullstein | 2017 | 480 Seiten

Originaltitel: Ragdoll | Reihe: Daniel Cole (Band 1)

erhältlich als Taschenbuch | eBook

 


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