»Ewigkeitsgefüge« von Laura Labas

Die Bewohner Arden Creeks werden immer wieder von mysteriösen Tierangriffen heimgesucht. Was nur wenige wissen, es handelt sich dabei nicht um Tiere, sondern um Mordenox. Mordenox sind Menschen, die sich nachts in Monster mit fledermausähnlichen Flügeln verwandeln. Über ihnen stehen nur die Tenebrae, deren Verwandlung nicht von einer bestimmten Tageszeit abhängt. Ihr Ziel ist es, das Dunkle überwiegen zu lassen, wozu sie das innere Leuchten der Menschen aussaugen.

 

Eine Stadt in der Hand von drei Orden

Ihnen gegenüber stehen nur die drei Orden Signa Inferre, die Krieger beschützen die Menschen vor den Mordenox, die Protectoren, Gläubige, die das Helle gegen die Dunkelheit verteidigen, und die Somnia und Dormis. Sie können Opfer der Mordenox finden und deren Verwandlung in Monster verhindern.

Die Idee hinter »Ewigkeitsgefüge« finde ich wirklich toll und einmalig. Die Orden haben etwas einzigartiges an sich und ihre ganz eigene Vorgehensweise macht Lust auf mehr. Die Krieger, Gläubigen und Dormis könnten nicht unterschiedlicher sein, obwohl sie für ein und dasselbe Ziel arbeiten.

 

Gefühlsachterbahn bei der Protagonistin und dem Leser

Lydia gehört zu den Dormis und muss miterleben, wie die Mordenox ihren gesamten Orden auslöschen. Als letzte Somnia ist sie in großer Gefahr, denn der Anführer der Mordenox möchte eine Armee aufstellen und dazu muss auch Lydia sterben. Um sie in Sicherheit zu bringen, wird sie von den Protectoren aufgenommen. Während ihres Aufenthaltes und dem Kennenlernen von Ace gerät sie in ein wahres Gefühlschaos.

Es geht von Trauer über Wut bis hin zu Freude. Die Umschwünge gehen oft so schnell, dass sie als Leser nicht immer nachvollziehbar sind.

 

Fanatische Gläubige?

So ist es auch mit dem Glauben der Protectoren. In den anderen Orden gelten sie als fanatische Gläubige, die nichts tun, als Götter anzuhimmeln, an deren Existenz sonst niemand mehr glaubt. Lydia ist sich selbst nicht sicher, ob es die Götter jemals gegeben hat, und doch stempelt sie die Protectoren ganz nach ihren Vorurteilen ab. Sie weicht zwar immer wieder von ihnen ab, kehrt aber auch wieder zu ihnen zurück.

 

Fazit

Fasst man alles zusammen, bleibt eine einzigartige Stadt voller außergewöhnlicher Wesen und Orden. Aber es bleiben auch Charaktere, die an einigen Stellen mehr Tiefe hätten vertragen können. Was die Handlung betrifft, hätte ich mir mehr Action erhofft. »Ewigkeitsgefüge« beginnt zwar mit einem schockierenden Ereignis, doch danach flaut die Spannung etwas ab. Dennoch besticht das Buch mit einer tollen Idee und schönen Beschreibungen.

 

lesenswert

 

Infos

»Ewigkeitsgefüge« von Laura Labas

Drachenmond | 2017 | 310 Seiten | Einzelband

erhältlich als Paperback | eBook

 

 

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Würdet ihr euch lieber von den Signa Inferre oder den Protectoren beschützen lassen?

2 Replies to “»Ewigkeitsgefüge« von Laura Labas”

  1. Huhu Kate,

    eine tolle Rezi. Auch dein neues Design gefällt mir sehr gut <3

    Ich habe bisher noch nichts von Laura Labas gelesen, aber ich denke, dass sollte ich dringend mal tun 🙂

    Liebste Grüße
    Sonja

    1. Hallöchen,
      vielen lieben Dank! Das freut mich sehr 🙂
      Du solltest unbedingt etwas von ihr lesen! Sie ist als Person auch unglaublich sympathisch.
      Ich würde dir aber eher zu „Ein Käfig aus Rache und Blut“ raten. Das hat mir noch ein bisschen besser gefallen und es gibt eine Fortsetzung. Dann hast du mehr davon 🙂

      Liebste Grüße ♥

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