Die Sache mit der Begeisterung

Vor ein paar Wochen hat Lotta ihren Beitrag »Begeisterung sieht anders aus« gepostet. Das hat mich dazu gebracht, auch einmal über mein Leseverhalten nachzudenken. Denn auch mir ist aufgefallen, dass mich Bücher in letzter Zeit nicht mehr so richtig begeistern können.

Dabei gäbe es so einige Bücher, die das Potenzial dazu hätten, zu einem neuen Lieblingsbuch aufzusteigen. Dennoch stellt sich dieses begeisternde Gefühl nicht ein und ich frage mich allmählich, woran das liegt. Denn früher gab es so einige Bücher, die mich beinahe schon in fröhliche Ekstase versetzt haben, weil ich sie so toll fand. »Liebe ist was für Idioten. Wie Mich.« ist da nur ein Beispiel von vielen. Wie Lotta frage auch ich mich, woran das liegt

 

Bin ich das Problem oder sind es die Bücher?

Wie schon gesagt habe ich in letzter Zeit so einige Bücher gelesen, die großes Begeisterungspotenzial gehabt hätten. Aber irgendwie ist der Funke nicht übergesprungen. Liegt das an den Büchern? Sind gerade alle Bücher einfach nur mittelmäßig?

Das ist etwas, dass ich mir nicht vorstellen kann. Denn es gibt noch so einige Rezensionen von anderen Bloggern, die durchaus gut ausfallen. Ich habe mich im Social Media mal ein bisschen umgehört, da wurden mir natürlich so einige Beispiele genannt.

Das Buch »Ich gebe dir die Sonne« von Jandy Nelson wurde sogar zweimal genannt. Es hat sowohl Favola als auch Ninespo überzeugen können. Die verlinkten Rezensionen geben ziemlich gut wieder, wieso das Buch so begeisternd sein soll. Das freut mich sehr, weil »Ich gebe dir die Sonne« auf meiner Wunschliste steht.

Es gab noch einige Blogger mehr, die mir begeisternde Bücher aus ganz unterschiedlichen Genres genannt haben. Es scheint also durchaus noch solche Bücher zu geben. Sie sind nicht alle plötzlich nur noch mittelmäßig. An den Büchern selbst liegt es schon mal nicht.

Bei meiner Nachfrage zu begeisternden Büchern wurde unter anderem ein Buch genannt, das ich selbst gelesen habe, das mich aber so gar nicht überzeugen konnte. Sue hingegen ist sehr angetan von »Anima« von Kim Kestner (hier kommt ihr zu meiner Rezension), hat ihre Empfehlung sogar mit einem Herzchen geschmückt. Das machen wir doch alle nur bei besonderen Büchern 😉

Auch Juliana Fabula hat mir eine Empfehlung ausgesprochen. »Jonah« von Laura Newman ist für sie ein begeisterndes Buch. Mir hat bei dieser Lektüre leider genau das gefehlt – Begeisterung. Die Idee fand ich toll und sehr außergewöhnlich, aber wie ich es oben so trefflich ausgedrückt habe: der Funke ist nicht übergesprungen (hier kommt ihr zu meiner Rezension).

Ich gebe dir die Sonne Anima Jonah

Liegt es also doch an mir? Suche ich mir die falschen Bücher aus? Oder sitze ich gerade auf einem so hohen Bücherross, dass die Begeisterung es gar nicht zu mir hoch schaffen kann? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich weiß nicht, was momentan los ist, aber das letzte Buch, das mich so richtig geflasht hat, war »Saving Grace«. Und selbst das kommt mir im Nachhinein nicht mehr ganz so genial vor, wie ich es in Erinnerung habe. Die restlichen Highlight aus diesem Jahr habe ich jetzt gar nicht genannt. Sie waren zwar alle toll, genial! Aber diese überschwemmende Begeisterung hat sich nicht eingestellt.

Vielleicht denke ich zu viel nach, analysiere die Bücher tot, vergleiche zu viel. Ich vergleiche gern, ich finde auch gerne Kritik, das ist irgendwie so meine Art. Womöglich mache ich mir die Bücher ja selbst kaputt und sie können wirklich absolut gar nichts dafür. Vielleicht entwickelt sich der Buchmarkt gerade eine Richtung, mit der ich nicht so gut klarkomme. Vielleicht bin ich einfach auch so überfressen, weil ich in letzter Zeit ein Buch nach dem anderen verschlinge.

Aber was soll man statt dem Lesen tun?

Leider ist auch Lotta keine richtige Lösung eingefallen. Und auch ich dümple einem Ausweg nur entgegen. Ich werde auf jeden Fall versuchen, nicht mehr ganz so kritisch zu sein und einfach nur noch zu lesen. Vielleicht klappt das ja. Und falls nicht … vielleicht habt ihr ja ein paar Tipps für mich 😉

 


Hier noch die restlichen begeisternden Buchrezensionen von anderen Bloggern

»Schmierige Geschäfte« von James Lee Burke – empfohlen auf Lesenswertes aus dem Bücherhaus

»Herbstlande« von Fabienne Siegmund – empfohlen auf Lesenswertes aus dem Bücherhaus

»Früher hab ich Fleisch gegessen« von David Keulert – empfohlen auf Mehr als Worte

»Jahrhundertzeugen« von Tim Pröse – empfohlen auf Buchbahnhof

»Mut zur Freiheit« von Yeonmi Park – empfohlen auf Books on Fire

 

Saving Grace Schmierige Geschäfte Herbstlande 
Mut zur Freiheit Zeitzeugen Früher hab ich Fleisch gegessen
 

Welches Buch konnte euch zuletzt begeistern?

 

24 Replies to “Die Sache mit der Begeisterung”

  1. Guten Morgen liebe Kate,
    ich weiß genau was du meinst. Mir geht es oft nicht anders, was bei mir sehr häufig mit der Schreibe zu tun hat. Dann lege ich die Bücher auch recht schnell wieder beiseite und hoffe darauf, dass sie mir zu einem anderen Zeitpunkt einfach besser gefallen werden.

    So sehr begeistert, wie es „Liebe ist was für Idioten. Wie mich“ damals getan hat, haben mich seitdem auch nur wenige Bücher. Mit dabei sind zum Beispiel „Emmy & Oliver“, „Wir fliegen, wenn wir fallen“, „Ich & Miss Tennyson“ oder auch „Wie die Luft zum atmen“. Ebenso begeistern konnten mich „Love & Confess“, „Maybe Someday“ und „Nächstes Jahr am selben Tag“ von Colleen Hoover. Und natürlich meine absolute Lieblingsreihe (ausgenommen Harry Potter), die Violet-Eden-Chapters. Diese 5 Bücher haben mich wirklich restlos begeistert und ich könnte mich immer wieder aufregen, dass so eine tolle Geschichte nicht mehr nachgedruckt wird (Band 3 ist neu nur noch als Ebook erhältlich). Oh, und nicht zu vergessen „Das Lied der Träumerin“ von Tanya Stewner. Ich liebe das Buch.

    Ich denke, wir sollten nicht zu viel Zeit darauf verwenden, Bücher miteinander zu vergleichen, denn das führt unweigerlich zu Enttäuschungen und ist irgendwo auch nicht fair dem einzelnen Werk gegenüber.

    Ganz liebe Grüße,
    Maike

    1. Hallöchen,
      das Komische ist, dass ich die Schreibe meistens ganz in Ordnung oder sogar gut finde. Zum Beispiel in „The Sun is also a Star“ fand ich die Schreibe fantastisch, aber diese richtige Begeisterung ist da auch ausgeblieben. Obwohl das Buch so toll ist.

      Also „Wir fliegen, wenn wir fallen“ habe ich auch im Blick. Wenn dich das so begeistern konnte, wäre das ja wirklich eine Überlegung wert. Deine anderen Vorschläge werde ich mir auch mal ansehen, wobei ich bei Colleen Hoover ja eher skeptisch bin.
      Es gibt so viele gute Bücher, die nicht mehr gedruckt werden. Das ist wirklich schade! Ich habe vor Jahren mal Scatterheart gelesen und wollte es rereaden, konnte es aber nirgends kaufen. Bei reBuy habe ich dann das Hardcover für 99ct gefunden. Was für ein Glück!

      Da hast du Recht. Ich versuche auch, Bücher nicht mehr zu vergleichen und nicht zu kritisch ranzugehen, aber es lässt sich tatsächlich so schwer abstellen.
      Liebste Grüße ♥

  2. Liebe Kate!
    Einen schönen Beitrag hast du hier mal wieder verfasst! Ich kann dich gut verstehen. Ich hatte vor zwei Monaten meine Phase, in der ich vor allem unmotiviert war zu lesen. Ich glaube durchaus, dass es eine Mischung ist, dass man selbst, aber irgendwie auch die Bücher verantwortlich sind. Oder auch die Stimmung, in der man gerade ist, wenn man liest. Ich drücke jedenfalls die Daumen, dass du dich bald wieder mehr begeistern kannst. Aber man kann ja auch nichts erzwingen.
    Mich konnte als letztes „Malou – Diebin von Geschichten“ begeistern. Aber ich hatte mir von der Geschichte auch nicht so viel erwartet. Vielleicht ist das ein Weg? Kein Erwartungen an Bücher 😀 Als wenn das funktionieren würde.
    Zumindest hast du mich wieder mal zum Nachdenken angeregt.
    By the way: Mein Kommentar zu dem Vergleich von „Tote Mädchen lügen nicht“ ist nicht abgesendet worden, oder? Ich war im Ausland, als ich den geschrieben hab, weil ich den Beitrag auch spitze fand! Glaube aber, dass mein Internet zwischenzeitlich versagt hat 🙁 Oder hast du den Kommentar nur nicht freigeschaltet? Wie dem auch sei…
    Mach weiter so 🙂 Und dann kommt die Begeisterung von allein.
    Liebst,
    Julia

    1. Hallöchen,
      danke für deinen lieben Kommentar 🙂
      Stimmt, erzwingen kann man nichts. Es wäre einfach schön, wenn es einen Knopf gäbe, der dieses Problem löst. Denn so viele tolle Bücher haben verdient, dass man begeistert von ihnen ist.
      Richtig, „als wenn das funktionieren würde.“ 😀 Ich habe aber tatsächlich gerade ein Buch gelesen, an das ich gar keine Erwartungen hatte. Das hat mich Anfangs dann total mitgerissen und ich dachte: Wow, das könnte wieder ein Highlight werden. Und dann zack! Ist es abgestürzt. Von begeisternde Höhen in nervige Untiefen. Das ist so schade.
      Nein, ich hab hier leider keinen Kommentar von dir zu dem Beitrag „Tote Mädchen lügen nicht“. Dann muss da wohl was beim Internet schief gelaufen sein. Schade! Ich finde das Thema nämlich so interessant und höre so gern andere Meinungen.

      Liebste Grüße ♥

  3. Mir geht es auch so und ich habe auch schon überlegt, ob es an mir liegt oder ich einfach nicht die richtigen Bücher lese. Vielleicht bin ich einfach zu kritisch geworden. In meiner Anfangszeit als Blogger habe ich super viele Bücher mit 5 Sternen bewertet, mittlerweile mache ich das praktisch gar nicht mehr. Es fällt mir unglaublich schwer, wirklich die 5 Sterne zu geben, auch wenn ich am Buch eigentlich nichts auszusetzen hatte, einfach weil ich immer das Gefühl habe, dass mir irgendwas fehlt. Vermutlich genau diese Begeisterung, die du auch vermisst. Sag bitte Bescheid, wenn du eine Lösung findest!

    1. Bei mir ist das genauso! Anfangs haben mir einfach fast alle Bücher gefallen. Mittlerweile kommen nur wenige über „ist ganz okay“.
      Das 5-Sterne-System habe ich ja sowieso aufgegeben. Ich bin damit einfach nicht zurecht gekommen. Meine höchste Bewertung ist ja „Liebling“, in die wirklich nur die begeisternden Bücher kommen. Danach kommt „Tolles Leseerlebnis“ und da schaffen es schon ein paar mehr rein. Von der Bewertung her klappt das ganz gut, aber die Begeisterung bleibt leider aus.
      Aber ich kann dich vollkommen verstehen. Das ist nämlich auch der Grund, warum ich keine 5 Sterne vergeben habe. Weil das Buch an sich zwar gut und toll war, es nichts auszusetzen gibt, aber es einen halt einfach nicht umgehauen hat.
      Ich sage auf jeden Fall Bescheid! Ich befürchte nur, dass das ein bisschen dauern könnte …
      Liebste Grüße ♥

  4. Hey du 🙂 Ich hatte schon bei Lotta kommentiert, dass mir das Problem auch schon aufgefallen ist. Alles ist irgendwie nicht gut genug. Aber ich denke echt, dass es einfach nur daran liegt, dass gerade wir Buchblogger, absolut viel lesen – da wiederholen sich Geschichten im Genre des Liebesromans/YA besonders mal gerne – und ja auch ALLES kritisieren. In den Rezensionen dann ja auch nicht einfach nur „ne hat mir nicht gefallen“, sondern mit Begründung und bla bla bla, da geht der einfache Lesepaß vielleicht schnell verloren :/
    Bei den letzten Büchern habe ich auch schon versucht, mich mehr auf mein Gefühl zu verlassen und nicht alles zu Tode zu analysieren 🙂
    Liebst, Lara.

    1. Hallöchen,
      daran könnte es wirklich liegen. Am Anfang meiner Bloggerzeit war das nämlich noch gar nicht so, da konnte mich fast jedes Buch begeistert. Wahrscheinlich sind wir einfach übersättigt und überktitisch. Das ist schade … und die große Frage ist: Wie kriegen wir dieses Denken wieder raus?
      Hat das denn geklappt mit dem „nicht alles zu Tode analysieren“? Das würde mich ja jetzt interessieren. Ich versuche jetzt schon immer, das Genre abzuwechseln, aber ich komme leider trotzdem nicht aus meiner Haut.

      Liebste Grüße ♥

  5. Ich hab keine Ahnung woran es liegt, aber ich weiß was du meinst. Seit Harry Potter und auch – shame on me – Twilight, hat mich wenig richtig mitreißen können. Ich hab mich schon selbst gefragt, ob ich zu viel lese und deswegen nur noch konsumiere, statt genieße. Oder ob ich mit dem Alter irgendwie abgestumpft bin, aber das mag ich alles nicht glauben. Und seitdem man über Bücher bloggt, bin ich auch kritischer geworden. Es ist merkwürdig. Und eine Lösung habe ich auch keine. Ich versuche nur, entspannter zu werden. Weniger mit Argusaugen durch Bücher zu lesen, ob da was nicht 100%ig stimmt. Mal sehen….

    Lass mich wissen, wenn dir die Beheisterung plötzlich entgegenschlägt!

    Liebe Grüße
    Rebecca

    1. An Twilight kommt bei mir sowieso nichts ran. Nicht einmal die Besipiele, die ich genannt habe, wie zum Beispiel „Liebe ist was für Idioten. Wie mich.“. Das fand ich zwar gigantisch, aber Twilight hatte einen ganz anderen Zauber über mir, den ich so nicht mehr erlebt habe. Aber nur wegen der Reihe lese und blogge ich jetzt auch.
      Da es so vielen Bloggern so geht, scheint es eine Mischung aus allem zu sein. Vielleicht lesen wir zu viel, sind älter geworden und zu kritisch durchs Bloggen. Ich versuche auch, die gelesenen Bücher nicht mehr so sehr zu vergleichen und nicht zu kritisch zu sein. Aber es fällt mir extrem schwer.

      Ich werde Bescheid geben!

      Liebste Grüße ♥

  6. Hallo Kate! Man, da bringst du einen ja echt zum Nachdenken, denn genauso geht es mir oft auch. Ich bin sowieso ziemlich kritisch (jemand hat mich sogar mal angesprochen, warum auf meinem Blog so viele negative Rezensionen sind. Ich weiß es auch nicht. Ich habe anscheinend hohe Ansprüche :D) Ich glaube, dass die Begeisterung zurückkommt, wenn es an der Zeit ist.
    Wenn ich zu viel lese, habe ich nach gewisser Zeit auch nicht mehr die Begeisterung dafür bzw. mir fehlen eben diese Hammer Bücher. Ich habe gute Bücher, mittelmäßige aber keine richtigen Highlights. Das ist wirklich schade. Hoffentlich klärt sich das alles von selbst. Ich persönlich mache mir da trotzallem einfach keine richtigen Sorgen drum, manchmal macht man sich nämlich zu viel Gedanken um nichts und bauscht das ein bisschen auf, ich bin da Meister drin und versuche wirklich, mir das „abzutranieren :D“
    Also keine Ahnung. Ich bin jetzt verwirrt. Und meine Gedanken geistern jetzt in alle Richtungen haha 😀 Dein neues Blogdesign gefällt mir übrigens sehr und wirkt sehr minimalistisch und schön!!! 🙂
    Liebsteeee Grüßee!! Deniiise ♥

    1. Hallöchen,
      das kenne ich. Ich bin auch extrem kritisch. Manchmal bewerte ich Bücher etwas besser, als mein kritischer Kopf es sagt, weil ich denke: Nein, du redest dir nur ein, dass das Buch SO schlecht ist. Vollkommener Blödsinn eigentlich.

      Mir geht es eben ganz genauso. Ich lese gute und nicht so gute Bücher, aber dieses „Wow, ein Highlight“-Gefühl ist schon lange ausgeblieben. Ich denke auch, dass ich zu viel lese. Andererseits weiß ich nicht, was ich sonst tun soll 😀

      Dankeschön! Freut mich, dass es dir gefällt.
      Wie war dein Urlaub?
      Liebste Grüße ♥

  7. Zu dem Thema werde ich die Tage auch noch was schreiben. Dein Beitrag zeigt mir, dass ich nicht der einzige bin, der das Problem hat…

    Bücher können noch begeistern. Aber auch ich gehe seit ich regelmässig rezensiere sehr kritisch an die Bücher. Habe mir so das Fantasy Genre zerstört und lese nun einfach wieder ein wenig verschiedene Genres. Mich begeistern meist nur noch Bücher, an die ich ohne Erwartung ran gehe. Zu letzt: Girl with no past, Der Seidenspinner und Die Tage, die ich dir verspreche

    1. Hallöchen,
      also die Kommentare, die bisher so zu diesem Beitrag gekommen sind, zeigen, dass du definitiv nicht allein mit diesem Problem bist!
      Vielleicht magst du mir den Link zu deinem Beitrag dann ja da lassen 🙂

      Ich finde, es ist total schwierig, ohne Erwartungen an ein Buch ranzugehen. Ich hab das gerade bei meinem letzten Buch gemacht und es war fantastisch. Es hat mich richtig mitgerissen und das Lesen hat einfach richtig Spaß gemacht. Dann kam ein Wendepunkt und das Buch ist so sehr abgestürzt, wie man es sich nicht vorstellen kann!

  8. Ein sehr schöner Blog, der mir sowohl optisch als auch inhaltlich gefällt und deswegen im Feedreader gelandet ist. Nur eine kleine Kleinigkeit: Warum sind viele Links durchgestrichen, hat das einen bestimmten Grund oder ist das ein Darstellungsproblem in Chrome?

    Ich persönlich glaube nach vielen Lesejahren, dass ich einfach in der richtigen Stimmung für ein Buch sein muss, damit es mir gefällt. Natürlich muss es gut und fesselnd geschrieben sein, mich das Thema interessieren. Aber damit es ein richtiges „Knallerbuch“ wird, muss ich auch mit den „richtigen“ Stimmung reingehen.

    Was Josia geschrieben hat, stimmt aber natürlich auch: Je mehr ich lese, desto kritischer werde ich. Ich kann einen Plot einfach nicht mehr als originell und überraschend empfinden, wenn der mir so schon zwanzig Mal untergekommen ist. Außerdem bin ich älter geworden und frage mich bei YA daher öfters entweder, ob Teenager wirklich so bescheuert sein müssen, oder, ob man nicht auch ein paar Jahre ältere Protagonisten hätte nehmen können, damit es glaubwürdiger wird. Aber ich schweife ab.

    Meine Lösung ist jedenfalls zu schauen, welche Blogger besonders gut meinen Geschmack in der Vergangenheit getroffen bzw. eine ähnliche Wertung abgegeben haben (das sind nicht so viele) und wenn ein Buch von denen für gut befunden wurde, was mich interessiert, dann gebe ich ihn eine Chance.

    1. Hallöchen,
      das freut mich aber sehr! Dann sehe ich dich hier ja vielleicht öfter 🙂
      Nein, das ist kein Darstellungsfehler von Chrome. Das liegt daran, dass ich nach dem Blogumzug noch nicht alle Beiträge angepasst und freigeschaltet habe. Die Links zu den unveröffentlichten Beiträgen werden deshalb nicht gefunden und durchgestrichen dargestellt. Ich versuche, die Beiträge so schnell wie möglich abzuarbeiten 🙂

      Mit der Stimmung hängt es vermutlich wirklich zusammen. Und mit den Erwartungen. Aber ich finde es schwer, nach Stimmung zu lesen. Was das Alter betrifft … da kann ich dir eindeutig zustimmen, wobei ich sagen muss, dass mich die Charaktere in Jugendbüchern selten nerven. Da ist NA noch einmal eine ganz andere Liga 😀

      Das ist eine gute Methode! Bei mir sind es allerdings auch sehr, sehr wenige Blogger mit einem annähernd gleichen Geschmack. Da muss man dann echt suchen.

      Vielen Dank für deinen Kommentar!
      Liebste Grüße ♥

  9. Hey 🙂

    Ich schätze, das ist dir wahrscheinlich jetzt kein großer Trost, wenn ich dir sage, dass ich mir diese Begeisterung früherer Zeiten auch oft zurückwünsche … Aber ich schätze, es hängt auch damit zusammen, dass man umso anspruchsvoller wird, je mehr man gelesen hat.

    Das Rad lässt sich halt nun mal nur in beschränktem Maß neu erfinden, in gewisser Weise sind die meisten Geschichten in der einen oder anderen Form schon mal da gewesen. Ich hatte daher eine recht ausgedehnte Lesekrise, die irgendwann dazu geführt hat, dass ich eigentlich fast gar nicht mehr gelesen habe (Es macht einfach keinen Spaß, sich jedes Mal zu denken „Kenne ich schon“).

    Mittlerweile hat sich das wieder verbessert. Ich kämpfe aber auch heute noch damit, Bücher zu finden, die mich wirklich so richtig berühren. Trotzdem habe ich aber noch nicht aufgegeben, denn ab und zu finden sich diese Perlen doch – die Suche ist nur schwieriger geworden. Aber es ist unvergleichlich gerade deswegen, dann doch einmal genau das eine Buch zu finden, wo man das Gefühl hat, dass es aus der Masse herausragt. Das ist dann wie die berühmte Nadel im Heuhafen – und ich freue mich umso mehr darüber :).

    Liebe Grüße
    Ascari

    1. Hallöchen,
      du hast Recht, es ist kein großer Trost. Aber ein kleiner, weil ich mich mit diesem Problem nicht so alleine fühle.
      Ich hoffe, dass ich auch mal wieder auf so eine Perle stoßen werde. Ich habe in letzter Zeit tolle, fantastische Bücher gelesen, aber nichts so herausragendes. Du hast Recht, solche Bücher weiß man dann mehr zu schätzen … wenn sie denn mal kommen.

      Liebste Grüße ♥

  10. Hi Kate,

    seit ein paar Jahren geht es mir ähnlich. Ich habe mir meine dies- und letztjährige Lesestatistik angesehen und kein Buch gefunden, dass mich so mitgerissen hat wie Harry Potter und die Twilight-Saga. Bei diesen Reihen hatte ich einen regelrechten Realitätsverlust, was mir danach nur noch selten passiert ist. Wahrscheinlich habe ich deshalb auch ein wenig die Freude am Lesen verloren und lieber altbekannte Bücher wie die Harry-Potter-Reihe zum 10. Mal gelesen, statt mich von neuen Büchern enttäuschen zu lassen.

    Bücher, die mich in einen Begeisterungsrausch versetzt haben, waren „Elias & Laia – Die Herrschaft der Masken“ und „Der Kuss des Kjer“. Abgesehen von diesen zwei Büchern fällt mir keines ein.

    „Liebe ist was für Idioten wie mich“ muss ich unbedingt lesen. Dieses Buch scheint bisher alle Leser begeistert zu haben.

    Ich hoffe, dass du deine bald ein Buch findest, dass dich begeistert.

    Liebe Grüße
    Violetta

    1. Hallöchen,
      ganz genau! Diesen Realitätsverlust hatte ich auch nur bei Twilight. Da war ich wie in einer anderen Welt, ganz verzaubert. Also ich muss sagen, dass mich die wenigsten Bücher enttäuschen. Es sind viele gute dabei, aber eben keine, die mich so begeistern wie es früher Bücher konnten.
      „Elias & Laia“ habe ich tatsächlich mal angefangen, aber irgendwie kamen immer wieder andere Bücher dazwischen, also hab ich es dann ganz genlassen. „Der Kuss des Kjer“ hab ich auch gelesen und das hat mir leider so gar nicht gefallen … glaub ich … ich weiß es nicht mehr.
      Jaaa, lies es! Bei „Liebe ist was für Idioten. Wie mich.“ waren es tatsächlich die Erwartungen. Ich hatte nämlich keine. Ich dachte, es wäre eine Teenyromanze. Deswegen hat mich der Verlauf wahrscheinlich einfach so überrascht.

      Ich hoffe es auch 🙂 Für mich und für dich!
      Liebste Grüße ♥

  11. Huhu!

    Ich kann mich zwar eigentlich nicht beklagen, denn ich habe jeden Monat immer auch 4,5- oder 5-Sterne-Bücher, aber ich merke auch, dass mich selbst die nicht mehr so begeistern wie Bücher das noch vor fünf oder mehr Jahren konnten. Ich habe das Gefühl, dass ich durch das Bloggen und das ständige analytische Nachdenken über Bücher einfach kritischer geworden bin! Aber ich stelle auch fest, dass ich Bücher anders aussuche als früher, und habe das Gefühl, dass ich damit schon viele Bücher aussortiere, die mir nicht gefallen würden.

    Ein Buch, das mich in letzter Zeit begeistert hat (wenn auch vielleicht nicht so, wie es das früher getan hätte), war „Die Dreizehnte Geschichte“ von Diane Setterfield.

    Ich habe deinen Beitrag HIER für meine Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs verlinkt!

    LG,
    Mikka

    1. Hallöchen,
      genau das gleiche Gefühl habe ich auch. Also dass das ganze Dilemma durchs Bloggen kommt, weil man da ja so analytisch denken muss. Aber du hast Recht! Aus der Sicht hab ich das noch gar nicht betrachtet. Aber es stimmt, man lernt Bücher auszusortieren, die bei einem wahrscheinlich floppen würden.

      Uh, deine Empfehlung schaue ich mir gleich mal an. Sagst mir so jetzt gar nichts. Und danke fürs Verlinken! 🙂
      Liebste Grüße ♥

  12. Huhu liebe Kate!
    Ich kann Deine Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen. Mir ging letztens, als ich meinen Rezensionsindex aktualisiert habe, durch den Kopf, dass meine Bewertungen glaube ich etwas schlechter sind, als man es von Buchbloggern kennt. Und natürlich fragt man sich dann, ob man einfach etwas strenger bewertet, oder ob da einfach wenig dabei ist, was einen begeistern konnte.
    Und das Ergebnis meiner Überlegungen war dann: ehrlich gesagt bin ich ganz froh, dass mich nicht jedes Buch so flasht wie es Harry Potter oder Twilight getan haben. Denn das würde dem Besonderen einfach das Besondere nehmen (versteht man, was ich sagen will??).
    Und wie schade, dass Du im Nachhinein Zweifel an „Saving Grace“ bekommen hast. Allerdings bin ich der Ansicht, wenn mich ein Buch während des Lesens begeistern kann, dann hat es seinen Zweck erfüllt. Richtig begeistert war ich vor kurzem von „Geständnisse“, das kann ich Dir soooo ans Herz legen. Es war einfach mal was komplett anderes!

    Alles Liebe, Nelly

    1. Hallöchen liebe Nelly,
      da hast du natürlich Recht. Das Besondere an den Büchern würde verloren gehen. Andererseits könnten diese besonderen Bücher durchaus ein bisschen öfter auftauchen als alle 10 Jahre.
      Von Geständnisse schwärmst du so oft, dass ich es wohl wirklich lesen muss. Vielleicht hole ich es mir während der Berufsschule 🙂
      Liebste Grüße ♥

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