31. Juli 2017

»After Passion« von Anna Todd

Wie viele andere bin auch ich um den Hype der »After«-Reihe nicht herumgekommen. Ich habe es lange versucht, mich davor zu drücken, weil New Adult nicht wirklich mein Genre ist. Aber die Neugier war einfach größer und die Geschichte klang auch nach einer schön leichten Abwechslung.

 

Tessa Young ist attraktiv und klug. Und sie ist ein Good Girl. An ihrem ersten Tag an der Washington Central University trifft sie Hardin Scott. Er ist unverschämt und unberechenbar. Er ist ein Bad Guy. Er ist genau das Gegenteil von dem, was Tessa sich für ihr Leben wünscht. Und er ist sexy, gutaussehend und zieht Tessa magisch an. Sie kann nicht anders. Sie muss ihn einfach lieben. Und sie wird nie wieder die sein, die sie einmal war.

 

Unangenehmes Hörerlebnis

Zu allererst muss ich erwähnen, dass ich das Hörbuch von vornherein nicht richtig genießen konnte. Ich empfand die Stimme der Sprecherin als sehr unangenehm und konnte mich leider auch nach der ersten CD nicht daran gewöhnen. Ich kann euch nicht einmal sagen, was genau mich an der Stimme gehört hat. Für meine Ohren war sie einfach nicht angenehm.

 

Klischee an Klischee

Aber nun zur Geschichte an sich, denn auch diese konnte mich nicht wirklich überzeugen. Ich habe vorher schon einige Meinungen zu »After Passion« gehört. Die meisten gehen sehr weit auseinander. Es gibt Lobgesänge bis in den Himmel, aber eben auch das genaue Gegenteil.

Auf Klischees war ich vorbereitet. Immerhin sind Klischees in diesem Genre Gang und Gebe. Dennoch war ich überrascht, wie viele davon in diesem Buch zu finden sind. Angefangen bei der unschuldigen, schüchternen Protagonistin Tessa, die nicht gerne auf Partys geht. Natürlich wird sie von ihrer (Achtung: Klischee!) extrem selbstbewussten und extrovertierten Mitbewohnerin auf eine Party mitgeschleppt, wo plötzlich das Augenmerk ganz auf Tessa liegt.

Und dort lernt sie Hardin kennen. Hardin Scott ist, wie es im Klappentext schon steht, ein Bad Guy, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Am auffälligsten sind natürlich seine Tattoos, aber auch seine überhebliche Persönlichkeit sind so gar nicht das, was Tessa sich bei einem Mann vorstellt.

 

Die Probleme mit einem Bad Guy

Es kommt, wie es kommen muss: Tessa verliebt sich in Hardin und ab da beginnt eine sehr wechselhafte Beziehung zwischen den Beiden. Ein schüchternes Mädchen und ein Bad Boy. Das ist eine Kombination, die in den meisten Büchern funktioniert, aber auch in fast allen Fällen große Probleme verursacht. So ist es hier auch und leider ist das Ende des ersten Bandes keine Ausnahme.

 

Fazit

Mit Fanfiction-Vergangenheit merkt man sehr deutlich, dass »After Passion« genau das einmal war und zum Teil wohl immer noch ist. Die Geschichte hat den typischen Fanfiction-Charakter, den ich früher sehr mochte, über den ich aber einfach hinausgewachsen bin.

Da das Buch vor Klischees beinahe überquillt und ich dieses Hin und Her von Tessas und Hardins Beziehung (ich habe gehört, in den nächsten Bänden soll das noch schlimmer werden) kaum ertragen konnte, werde ich die Reihe wohl nicht fortführen.

 

 

Fehlgriff

 

 

Rezensionen anderer Blogger

Julias Sammelsurium

 

 


 

»After Passion« von Anna Todd

Heyne | 2015 | 1.194 Minuten

Originaltitel: After | Reihe: After (Band 1)

erhältlich als Paperback | eBook | Hörbuch | Hörbuch-Download

 


4 Comments

  • j125 sagt:

    Hey Kate,

    ich bin sehr gespannt deine Meinung zu After Passion zu lesen, da ich erst vor wenigen Wochen einen ähnlichen Post veröffentlicht habe. Auch ich habe im Juli das Buch gelesen (also fast) und musste meine Meinung darüber mitteilen 😀

    Ich hab jetzt mal kurz in die Hörprobe reingehört und finde die Stimme gar nicht so schlimm. Ich überlege auch, ob ich die Sprecherin schon kenne. Ich finde die Betonung da viel störender, jedenfalls in diesem Ausschnitt. Zum Beispiel: „Ich spüre das kalte Metall. Seines Lippenpiercings.“ Das ist doch ein Satz, da muss man doch keine Pause nach Metall machen.

    Tessa ist vermutlich der falscheste Charakter den ich jemals getroffen habe. Ich hasse Leute mit Doppelmoral und sie ist die Queen. Furchtbar.
    Hardin ist schon auch Klischee, aber der hatte seine süßen Momente, fand ich 😀

    Na ja über den Rest hab ich mich lang und breit in meinem Post ausgelassen. Damit texte ich dich jetzt nicht zu.

    Ich hab es jedenfalls nur bis Kapitel 63 ausgehalten.

    Liebe Grüße 🙂
    Julia

    • Kate sagt:

      Hallöchen,
      das ist ja interessant. Deinen Beitrag schaue ich mir dann auch an!
      Vielleicht spielte das ein bisschen mit rein. Ich fand die Sprecherin jedenfalls furchtbar. Wenn ich jetzt nur daran denke, ist es mir ein Graus 😀 Aber es soll ja so Menschen geben, die man einfach nicht riechen kann. Ist mit dem Hören bestimmt nicht anders 😀
      Das ist fast ein bisschen typisch für jüngeres New Adult. Also diese Doppelmoral, die die Protagonisten (und eventuell auch Autoren) gar nicht als solche wahrnehmen.

      Liebste Grüße ♥

  • Nelly sagt:

    Hallo liebe Kate,
    ich weiß gerade gar nicht, welchen Post ich momentan zuerst bei Dir lesen soll. Aber „After Passion“ hat dann doch gewonnen.
    Denn ich habe meine Rezension, glaube ich, damals mit ähnlichen Worten eingeleitet. New Adult, Young Adult…. das ist irgendwie alles nicht meins. Aber der Hype hat mich neugierig gemacht.
    Und bei mir kam das Buch ganz anders an. Ich war süchtig. Und irgendwie schäm ich mich fast, das zuzugeben, denn Du hast mit jedem Deiner Kritikpunkte recht. Keine Ahnung, warum diese Geschichte so eine Sogwirkung auf mich hatte, aber ich bin durch diese 700 Seiten fast durchgerast.
    Allerdings ging es mir beim ersten Shades of Grey ebenfalls auch so und dann waren die restlichen zwei Bücher zum in die Tonne treten. Aber man muss ja auch nicht alles mögen.

    Alles Liebe, Nelly

    • Kate sagt:

      Liebe Nelly,
      ich denke nicht, dass du dich dafür schämen musst. Wir haben doch alle so Bücher gelesen, die eigentlich bescheuert sind und uns trotzdem nicht losgelassen haben. Bei mir ist da der erste Shades of Grey auch ein ganz gutes Beispiel. So im Nachhinein weiß ich da auch nicht, wieso ich es kaum weglegen konnte.

      Liebste Grüße ♥

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