Meine 5 Geheimtipps für euch

Auf dem Weltenwanderer Buchblog bin ich auf die tolle Blogparade der Geheimtipps Aufmerksam geworden. Weil ich die Aktion wirklich schön finde und gerne über meine gelesenen Buchschätze rede, möchte ich euch heute fünf Bücher vorstellen, die mir wirklich gut gefallen. Und weil ich nicht wieder die üblichen Kandidaten, also meine Lieblingsbücher, nehmen möchte, habe ich ein paar Bücher ausgewählt, von denen ich glaube, dass sie viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommen.

 

»Saving Grace« von B. A. Paris

Dieses Buch habe ich Anfang des Jahres auf Empfehlung von Nelly (Nellys Leseecke) gelesen und konnte gar nicht glauben, wie gut es mir gefallen hat. Als fast Thriller-Neuling habe ich mich mit diesem Buch aus meiner Komfortzone herausgewagt und ich wurde nicht enttäuscht.

»Saving Grace« gehört eher zu den Psychothrillern und ist spannend von Anfang bis Ende. Es geht um Grace, die einen charmanten, wundervollen Mann kennen lernt. Seit dem ersten Aufeinandertreffen ist ihr Leben beinahe wie im Traum. Jack mimt den perfekten Mann, der keine Wünsche offen lässt. Doch ab der Hochzeit nimmt alles eine dramatische Wendung. Jack zeigt sein wahres Gesicht: er ergötzt sich am Leid anderer. Er wird nie direkt Handgreiflich, das ganze spielt sich tatsächlich mehr auf der psychischen Ebene ab.

Falls ihr also nach einem guten Thriller, außerhalb des klassischen »Polizist jagt Killer«-Schemas sucht, solltet ihr »Saving Grace« eine Chance geben.

 

»Nichts wünsche ich mir mehr« von Lena Hach

Von diesem Buch habe ich auch schon einige Male gehört. Als ich es angefangen habe, habe ich zwar mit einem Jugendbuch mit ernstem Thema gerechnet, aber nie hätte ich erwartet, dass es mich so umhauen würde. „Nichts wünsche ich mir mehr” ist wirklich ein ganz besonderes Buch, das einen nicht nur abschalten lässt, sondern einen auch emotional mitreißt.

Es geht um Katha Katharina, der nach und nach die Haare ausfallen. Sie kann sich nicht erklären, woher das kommt, und sie uns ihre Eltern suchen erst einmal nach rationalen Ausreden: Stress, Pubertät, gereizte Haut. Ein Arzt bestätigt dann aber die schlimmste Befürchtung: Katha leidet an einer Krankheit, von der es bisher keine richtige Heilung gibt. Ihre Haare werden womöglich nie nachwachsen.

Katharinas Reise vom haarlosen Mädchen zu einer Person, die ihre Krankheit akzeptiert und versteht, dass sie nicht nur durch ihre fehlenden Haare definiert wird, ist berührend. Das Buch ist so unglaublich einfühlsam, dass man jede Empfindung nachvollziehen kann und am eigenen Leib verspürt.

 

»Liebe ist was für Idioten. Wie mich.« von Sabine Schoder

Ein Lieblingsbuch schleicht sich doch in die Geheimtipps, aber aus dem einfachen Grund, dass dieses Buch so oft unterschätzt wird (Außerdem erscheint demnächst der zweite Band). Zugegeben, der Klappentext macht nicht viel her, und mich hätte er so auch nicht angesprochen. Ich habe das Buch damals gewonnen und es hat sich als absolutes Highlight entpuppt.

Es geht um zwei Menschen, die nach einer Party zufällig miteinander im Bett landen, aber es geht auch um so viel mehr. Es geht um Geheimnisse, Vertrauen, Emotionen. Ich kann nicht alles aufzählen und will auch gar nicht zu viel verraten, weil ich befürchte, dass einen das Buch nicht mehr so überraschen und flashen kann, wenn man zu viel darüber weiß.

Aber seid euch über eines im Klaren: Der Klappentext wird diesem Buch nicht annähernd gerecht.

 

»The Sun is also a Star« von Nicola Yoon

Auch dieses Buch fühlt sich wie ein richtiger Geheimtipp an. Als ich hörte, dass Nicola Yoon ein weiteres Buch geschrieben hat und es bald erscheinen würde, hatte ich damit gerechnet, dass ein großer Hype darum ausbrechen würde. Immerhin war schon »Du neben mir« ein wahnsinnig tolles Buch.

Aus diesem Grund habe ich mich sehr beeilt, das Buch zu lesen, denn Hypes machen mir Bücher meist kaputt. Als es dann endlich erschienen ist, blieb der Hype aber aus. Und ich frage mich wirklich warum, denn das Buch ist einfach atemberaubend schön und vor allem so einzigartig.

Aber auch hier verrät der Klappentext nicht annähernd genug. Denn der berichtet von einer unwahrscheinlichen Liebe, so stark und doch nur an einem einzigen Tag entstanden. Ich war ebenfalls skeptisch, weil ich kein großer Fan von Liebe auf den ersten Blick bin. Aber Nicola Yoon hat es geschafft, eine Eintagsliebe so unglaublich nah und gefühlsecht zu beschreiben, dass man nach dem Lesen von »The Sun is also a Star« unbedingt daran glauben möchte, dass dies möglich ist.

 

»Ich wollte nur, dass du noch weißt« von Emily Trunko

Dieses Buch habe ich auf einigen Blogs gesehen, aber lange noch nicht auf genug. Auch bei uns in der Arbeit kommt es nicht so gut an, wie ich es mir wünschen würde. Stört es einige vielleicht, dass das hier keine Geschichte, also kein Buch im normalen Sinne ist?

In »Ich wollte nur, dass du noch weißt« sind anonyme Briefe zu unterschiedlichen Themen zusammengefasst; einige lustig, andere berührend und wieder andere todtrauig.

Hier gibt es keinen Protagonisten, der ein Abenteuer bestreiten muss, keine große Liebe, die gefunden werden muss. Hier gibt es nur Emotionen. Tiefe, mitreißende Emotionen in nur wenigen Zeilen. Das macht dieses Buch so besonders. Außerdem hat es eine wirklich hübsche Aufmachung verpasst bekommen.

 

 

Was sind eure 5 Geheimtipps?

2 Replies to “Meine 5 Geheimtipps für euch”

  1. Mhhh… Geheimtipps. Das ist so ne Mischung aus unbekannte Lieblingsbücher und Dingen, die ich in letzter Zeit gelesen habe und die GROSSARTIG waren.

    Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat – Gavin Extence
    Reise mit Kaktus – Kari Ehrhardt
    Ein Teil von uns – Kira Gembri
    Albert muss nach Hause – Homer Hickam
    Annähernd Alex – Jenn Bennett

    1. Oh, danke für deine Tipps! Von ersterem hab ich schon einiges positives gehört. Ich war mir nur nicht sicher, ob es wirklich was für mich ist …
      Ich werde mir deine Vorschläge aber definitiv mal ansehen! 🙂

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