21. September 2017

»So was passiert nur Idioten. Wie uns.« von Sabine Schoder

Vor zwei Jahren war  »Liebe ist was für Idioten. Wie mich.« mein Jahreshighlight, und ich muss heute noch oft an das Buch denken. Umso gespannter war ich bei der Verkündung, dass es eine Fortsetzung geben würde. Und natürlich auch skeptisch.

 

Kurzbeschreibung

Vikki und Jay leben mittlerweile zusammen und führen eigentlich eine glückliche Beziehung. Doch seit kurzem verhält sich Jay seltsam. Er ist geheimnistuerisch und duscht sehr oft, wenn er nachhause kommt.

Misstrauen macht sich in Vikki breit und eine Frage schwirrt ihr immer wieder durch den Kopf: Hat Jay eine Affäre?

 

P O S I T I V E S

Gefühlvoller Schreibstil

Was mich beim ersten Band unter anderem so begeistert hat, ist der Schreibstil. Schon da hatte er eine richtige Sogwirkung und war sehr gefühlvoll. Man hat einfach alles beim Lesen mitempfunden.

Dieser Schreibstil findet sich glücklicherweise auch in der Fortsetzung wieder, was den Einstieg schon mal leicht macht.

 

Das letzte Drittel

Ich habe jetzt so einiges ausgelassen, aber dazu komme ich später noch. Denn zuerst möchte ich über das letzte Drittel sprechen. Es kommt total blöd, aber erst da kam bei mir das Gefühl auf, dass ich beim Lesen des Vorgängers hatte.

Es wird sehr gefühlvoll und auch etwas kitschig. Aber die gute Art von Kitsch, auf die man bei Liebesromanen scharf ist. Leider kommt das erst gegen Ende, weshalb wir jetzt schon zu den negativen Punkten kommen.

 

 

N E G A T I V E S

Die Thematik

Schon der Klappentext des ersten Bandes klang banal und wurde dem Inhalt in keinster Weise gerecht. Auch der der Fortsetzung wirkt sehr banal. Nur leider bewahrheitet sich diese Banalität hier leider. Die meiste Zeit geht es wirklich nur um diesen Fremdgehvorwurf, ohne dass Jay überhaupt etwas davon wüsste. Die Tiefe des ersten Bandes fehlt dadurch vollkommen.

 

Unnötiges Hin & Her

Wir kennen dieses ewige Hin und Her in Liebesromanen doch alle, hier nimmt es aber wirklich lächerliche Züge an.

Sobald etwas für Vikki schockierendes passiert, bekommt man die Situation aus Jays Sicht geschildert und sieht, dass alles vollkommen harmlos ist. Das passiert leider so herum und auch anders herum immer wieder.

Man bekommt als Leser jedes Gefühl der Charaktere mit, jeden Gedanken. Und das macht es umso unglaublicher, dass die Charaktere nicht einfach miteinander sprechen.

 

Mehrere Sichten

Ich habe bestimmt schon mal erwähnt, dass ich es nicht leiden kann, wenn ein Buch aus mehreren Sichten geschrieben ist. Leider ist das auch in »So was passiert nur Idioten. Wie uns.« der Fall. Das Gute dabei ist allerdings, dass die Kapitel so kurz sind, dass es nicht zu verwirrend ist.

Und ein kleines Schmankerl gibt es da auch: Es gibt ein Kapitel aus der Sicht des Hundes Kid. Das fand ich sehr schön.

 

 

Fazit

Alles in allem bin ich mir nicht sicher, ob ich dieses Buch empfehlen kann. An den Vorgänger kommt »So was passiert nur Idioten. Wie uns.« um Welten nicht ran. Dazu ist die Thematik zu banal und die Tiefe hat zu sehr gefehlt.

Dennoch war das Ende bzw. das letzte Drittel noch sehr schön. Zwar etwas verwirrend und zum Schluss vielleicht etwas zu kitschig, aber dennoch sehr schön.

Wenn man sich den ersten Band nicht „kaputt“ machen will, sollte man »So was passiert nur Idioten. Wie uns.« nicht lesen. Wenn man aber sehr neugierig ist, wird einen die Fortsetzung auch nicht todünglücklich machen.

 

 

lesenswert

 

 

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Tasmetu

 

Weitere rezensierte Bücher der Autorin

 

 


 

»Sowas passiert nur Idioten. Wie uns.« von Sabine Schoder

Fischer | 2017 | 368 Seiten

Reihe: »Liebe ist was für Idioten. Wie mich.« (Band 2)

erhältlich als Paperback | eBook

 


2 Comments

  • Verena sagt:

    Na, da sagst du aber jetzt was! Ein wenig Angst zu lesen habe ich jetzt schon! :-(! Ich mag diese Hin-und Her-Geschichten nämlich auch überhaupt nicht! Naja, mal sehen! Werde es nächste Woche lesen und zum Meet&Greet mit der Autorin gehen! LG Verena

    • Kate sagt:

      Oh wow, wo ist denn das Meet & Greet?
      Du musst mir dann unbedingt sagen, wie es dir gefallen hat! Vielleicht geht es dir ja ganz anders? Bei mir war der erste Band halt das Jahreshighlight und da kann man einfach fast nichts mehr draufpacken oder das gleiche Niveau halten.
      Liebste Grüße ♥

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