31. Oktober 2017

»Verliebt bis über alle Sterne« von Susan Elizabeth Phillips

Ich bin euch noch eine Rezension schuldig, denn der Montag ist schon vorbei. Dafür bekommt ihr sie jetzt zu Halloween, wobei etwas gruseliges wohl besser gepasst hätte.

Auf »Verliebt bis über alle Sterne« habe ich mich extrem gefreut – ihr wisst ja … Susan Elizabeth Phillips -, denn es geht wieder um einen Footballspieler der Chicago Stars. Vor zwei Jahren war ich bei der Lesung und seit dem habe ich darauf gewartet. Tja, die wichtigste Frage: Wurden meine Erwartungen erfüllt?

 

Kurzbeschreibung

Piper Dove ist Privatdetektivin – oder sie wäre es gerne, denn momentan läuft ihr Unternehmen nicht wirklich gut. Sie bekommt kaum Aufträge und wenn doch, geht es meist nur darum, irgendjemanden beim Fremdgehen zu beschatten. Da kommt ihr das Angebot von Cooper Graham gerade Recht. Obwohl er ehemaliger Spieler der Chicago Stars ist – Piper ist nämlich Bears-Fan – und mehr als nur mürrisch und griesgrämig lernt sie ihn zu schätzen. Sie nähern sich an, doch seltsame Angriffe auf Cooper stehen ihnen im Weg.

 

Meine Meinung

Typisch Phillips

Schon an den Charakteren erkennt man, dass man einen Phillips-Roman in der Hand hat. Denn die Protagonisten sind so typisch für sie, dass sie nur ihrer Feder entsprungen sein können. Piper ist eine starke Frau, die kurz vor dem Ende ihrer Träume steht. Ihre Detektei läuft nicht wirklich gut, dabei wollte sie schon als Kind nichts anderes als in die Fußstapfen ihres Vaters und Großvaters zu treten. Auf der anderen Seite steht der erfolgreiche Ex-Footballspieler Cooper Graham, der wie alle Footballspieler von Phillips, am Ende seiner sportlichen Karriere steht und nicht weiß, was er danach sinnvollen tun soll.

Graham gehört eindeutig zu den mürrischeren Chicago Stars, weshalb er mir vielleicht nicht ganz so viel Freude bereitet hat. Piper hingegen ist eine Powerfrau genau nach meinem Geschmack. Dennoch sind beide so typisch für Phillips – quasi ihr Markenzeichen -, dass das Lesen sich teilweise wie heimkommen angefühlt hat, teilweise aber auch an die vielen Vorgänger der Reihe.

 

Einmaliger Schreibstil

Was man an Phillips überhaupt nicht bemängeln kann, ist ihr fesselnder Schreibstil. Obwohl ich die ersten Seiten von »Verliebt bis über alle Sterne« schon vor Monaten auf englisch gelesen habe, haben sie mich sofort wieder für sich eingenommen. Und das sogar so sehr, dass ich beinahe meine Haltestelle zum Aussteigen verpasst hätte. Und so ging es zuhause dann natürlich weiter. Die Bücher von Phillips gehören zu den wenigen, auf die ich mich jedes Mal vor dem Lesen freue, bei denen ich es kaum abwarten kann, endlich weiterzulesen. Genau das liebe ich am Lesen und dieses Gefühl fehlt mir einfach viel zu oft.

 

Sex sells

Ja, wie wir in vielen aktuellen Büchern sehen können, verkauft sich auch Sex in der Literatur unwahrscheinlich gut. Bei Phillips ist das nicht anders. Man merkt einen deutlichen Unterschied bei diesen Szenen zu ihren früheren Werken. Dennoch spielt Sex keine so zentrale Rolle und wird auch nicht übermäßig beschrieben. Die sexuelle Spannung ist ganz klar da und beim Lesen auch deutlich zu spüren, aber es gibt keine ausufernden seitenlangen Sex-Beschreibungen. Und das finde ich extrem gut so!

 

 

Gibt es da Parallelen?

Wo wir gerade beim Thema Sex sind … eine Sache gab es da nämlich doch, die mich etwas irritiert hat. Denn die erste intime Begegnung von Piper und Cooper hat sehr an »Dieser Mann macht mich verrückt« erinnert. Denn da läuft es ungefähr gleich ab. Dieser Band gehört auch definitiv zu meinen Lieblingen von Phillips und damals fand ich diese Szene unglaublich lustig. Hätte ich in »Verliebt bis über alle Sterne« wahrscheinlich auch, wenn ich sie nicht schon gekannt hätte. Das fand ich persönlich dann doch etwas schade.

 

Das Ende

Und damit kommen wir auch schon zu einem der wichtigsten Teile eines Romans: Das Ende. Und das hat hier leider einige Punkte abgezogen. Denn zum Einen gab es dieses leidige Hin und Her, das so unnötig war und ganz untypisch für Phillips. Und zum Anderen war die Auflösung dessen dann so … es war einfach zu viel, um noch glaubwürdig zu sein. Das Ende war nicht so mies, wie es sich vielleicht gerade anhört. Es hat mir nur einfach nicht gefallen.

Dafür war der Prolog wieder ganz typisch für Phillips; so ein bisschen übertrieben glücklich, was ich bei ihr so sehr liebe.

 

 

Fazit

Auch wenn es ein paar Kritikpunkte gibt – mehr als ich bei Phillips normalerweise finde -, kann ich ihre Bücher nur lieben. Ihr Schreibstil macht das Lesen und Versinken in der Geschichte so unglaublich leicht, wie ich es nicht bei vielen Autoren erlebe. Außerdem bringt mich der Humor immer wieder zum Lachen und obwohl Piper und Cooper altbekannt erscheinen, können sie einen sehr gut unterhalten.

»Verliebt bis über alle Sterne« wird nicht zu meinen Lieblingen der Reihe aufsteigen, aber das Lesen war auf jeden Fall ein schönes Erlebnis.

 

 

tolles Leseerlebnis

 

 

Weitere rezensierte Bücher der Autorin

  

 

 


 

»Verliebt bis über alle Sterne« von Susan Elizabeth Phillips

blanvalet | 2017 | 480 Seiten

Reihe: »Chicago Stars« (Band 8)

erhältlich als Taschenbuch eBook Hörbuch

 


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