27. November 2017

»Der schwarze Thron – Die Königin« von Kendare Blake

Der erste Band konnte mich zwar nicht ganz umhauen, brachte zum Ende aber trotzdem genug Spannung auf, dass ich die Fortsetzung unbedingt lesen wollte. Zum Glück musste ich nur ein paar Monate warten.

 

Klappentext

Mirabella, Katharine und Arsinoe sind Drillinge, jede eine Anwärterin auf den Thron der Insel Fennbirn. Ihr Reich verlangt nach einer neuen Königin – doch damit eine von ihnen die Herrschaft erlangen kann, muss sie ihre beiden Schwestern eigenhändig töten. Der Kampf um den Thron ist längst entbrannt, und jede Königin muss sich entscheiden, ob sie leben oder sterben will. Doch während zwei von ihnen noch gegen ihre Bestimmung rebellieren, schreckt die Dritte auf dem Weg zur Krone vor nichts zurück.

 

Meine Meinung

Die Spannung wie gehabt

Wie schon im ersten Band passiert in »Der schwarze Thron – Die Königin« unglaublich viel. Dabei gibt es auch hier Szenen, die so spannend sind, dass man das Buch kaum weglegen kann, und Szenen, die einen eher anöden. Also hat wie der Vorgänger auch dieses Buch eine Weile gebraucht, um mich mitreißen zu können, was wirklich schade ist. Ich hatte mir erhofft, dass Blake aus der wechselhaften und teilweise schwindenden Spannung gelernt hat und die Fortsetzung dadurch etwas ausgeglichener ist.

Diesmal war es aber nicht so aufgeteilt, dass die erste Hälfte langweilig und die zweite ultraspannend ist. In »Der schwarze Thron – Die Königin« ist es mehr verteilt und gleicht eher einem Auf und Ab. Dadurch muss man sich nicht erst durch 100 Seiten kämpfen, sondern immer mal wieder durch ein paar.

 

Zu wenig Hintergrund

Was mir erst beim Lesen des zweiten Bandes aufgefallen ist, ist, dass mir so einige Hintergrundinfos fehlen. Zum Beispiel wird immer das Festland erwähnt, einer der Freier der Prinzessinnen stammt aus einer Soldatenfamilie, aber es wird nie erklärt, wofür das Festland Soldaten braucht. Gibt es dort Kriege? Rüsten sie sich vielleicht gegen die Insel? Aber auch über die Insel bleibt so einiges offen. Obwohl vieles erklärt wird, sind mir die Traditionen beim Lesen nicht ganz klar gewesen. Wieso gibt es immer Drillinge, die um die Krone kämpfen müssen? Was hat es mit Katharine und dieser Breccia-Spalte auf sich? Und was ist mit dieser Göttin? Hat sie wirklich so viel Macht?

 

Enttäuschendes Ende

Das Ende war gewissermaßen vorhersehbar, was ich aber nicht schlimm fand. Weniger gut, fand ich, dass irgendwie alles so schnell ging. Die Geschehnisse sind wie im Flug an mir vorbeigerauscht, weshalb die Emotionen auch nicht richtig aufkamen. Noch dazu schwirrten mir gerade beim Ende noch sehr viele Fragen durch den Kopf.

 

Fazit

Mit »Der schwarze Thron – Die Königin« hätte die Geschichte um die drei Königinnen für mich einen gelungenen Abschluss gefunden. Die Handlung an sich wirkt abgeschlossen, auch wenn leider jede Menge Fragen offen bleiben. Es soll wohl doch noch zwei zusätzliche Bände geben, denen ich wegen der wechselhaften Spannung zwiegespalten entgegentrete. Ob ich die weiteren Fortsetzungen lesen werde, hängt dann wohl davon ab, wann sie erscheinen werden.

An sich kann ich die Reihe bisher empfehlen. Sie hat zwar ihre Schwächen, die Grundidee ist aber toll und die Welt um die drei kämpfenden Königinnen wirklich spannend.

 

 

lesenswert

 

 

 

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»Der schwarze Thron – Die Königin« von Kendare Blake

penhaligon | 2017 | 512 Seiten

Reihe: »Der schwarze Thron« (Band 2)

erhältlich als Paperback eBook

 


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