15. Januar 2018

»Escape« von Jennifer Rush

Dieses Buch wurde mir von einer guten Freundin empfohlen. Sie kennt meinen Lesegeschmack sehr gut, weshalb ich mich gleich darauf gestürzt habe. Vielleicht hatte ich aber zu hohe Erwartungen, denn umhauen konnte mich das Buch nicht. Aber jetzt erst mal zum Inhalt.

 

Kurzbeschreibung

Anna lebt mit ihrem Vater in einem abgelegenen Farmhaus. Aber sie leben dort nicht alleine, denn in ihrem Keller leben vier Jungs – eingesperrt in Zellen dienen sie einem von der Regierung unterstützten Projekt. Anna hilft ihrem Vater bei den Untersuchungen und versucht immer wieder, das Leben der Jungs ein bisschen zu verbessern. Währenddessen rätselt sie, wozu sie genetisch verändert wurden. Ihre Theorie ist, dass aus ihnen Supersoldaten gemacht werden soll.

Bei einem Besuch der Gründer des Projekts erlebt sie, dass sie mit dieser Theorie nicht ganz falsch liegt. Denn die vier Jungs können ausbrechen und nehmen Anna auf ihrer Flucht mit.

 

Meine Meinung

Tolles Grundgerüst

Es lässt sich nicht abstreiten, dass diese Idee von Supersoldaten in Kombination mit Jugendbuch unfassbar gut ist. Deshalb habe ich mir ja auch so viel davon erhofft. Es erinnert ein bisschen an die Obsidian-Reihe, die ich ebenfalls einfach nur fantastisch fand. Vier genetisch veränderte Jungs, ein scheinbar normales Mädchen, zusammen auf der Flucht vor einer geheimen Organisation, die die Regierung hinter sich hat. Das ist so spannend und es gibt so viele unerwartete Wendungen, dass man das Buch wirklich beinahe verschlingt.

 

Charaktere, die Spaß machen

Die vier Jungs sind das Tüpfelchen auf dem i. Sie könnten nicht unterschiedlicher sein und obwohl jeder einzelne von ihnen dem vollkommenen Klischee entspricht, habe ich sie gern gemocht. Den geheimnisvollen Sam, in den Anna sich verliebt hat, den lesegewandten Trev, der für Anna wie ein bester Freund ist, der kindliche Cas, der für jeden Spaß zu haben ist, und Nick, der einfach nur ein Miesepeter ist und niemand anderem außer den Jungs vertraut. Dieses Gemisch hat eine Dynamik reingebracht, die der Handlung in vielem sehr geholfen hat.

 

Ein Minuspunkt

Die Protagonistin jedoch hat mir so gar nicht gefallen. Das lag eigentlich hauptsächlich daran, dass sie nie etwas hinterfragt hat. Natürlich hat sie sich schon gefragt, wieso die Jungs in ihrem Keller eingesperrt sind, aber sie hat sich nicht wirklich dafür eingesetzt, es herauszufinden. Und so ist es im Verlauf des ganzen Buches. Sie merkt, dass die Jungs Geheimnisse vor ihr haben, aber sobald Sam sagt, dass er nicht darüber sprechen möchte, ist das für sie okay.

Sie ist auf der Flucht mit vier vermeintlichen Supersoldaten und es ist einfach okay … einfach so. Dieses Verhalten war für mich während des Lesens einfach nicht nachvollziehbar und hat mich regelmäßig auf die Palme gebracht.

 

 

Fazit

»Escape« ist eines dieser Jugendbücher, die einen so richtig mitreißen können. Charaktere, Grundidee und Setting haben einfach alles, was ein gutes Buch ausmacht. Leider hat die Protagonistin dafür gesorgt, dass diese Sogwirkung bei mir nicht einsetzen konnte. Dennoch empfehle ich »Escape« allen Fans der Obsidian-Reihe und von Jugendbüchern mit Spannung und etwas Romantik.

 

 

lesenswert

 

 


 

»Escape« von Jennifer Rush

Loewe | 2013 | 320 Seiten

Reihe: »Altered« (Band 1)

Originaltitel: »Altered«

erhältlich als Paperback eBook

 


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